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Tourismus: Berlin profitiert wie noch nie

01. 09. 2017 | Jürgen Kriegisch | Berlin, News

Tourismus Berlin

Die Tourismuswirtschaft in Berlin hat wieder einmal einen Umsatzrekord geknackt: 11,58 Milliarden Euro lassen Touristen jedes Jahr in der deutschen Hauptstadt, womit der Bruttoumsatz durch Berlin-Besucher in den vergangenen zwei Jahren um rund eine Milliarde Euro gestiegen ist. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus, die die Berliner Tourismusgesellschaft visitBerlin in Auftrag gegeben hat. Die Analyse zeigt, dass Touristen in Berlin für ihren Aufenthalt sowohl in Hotels und Pensionen als auch in privaten Unterkünften unterkommen:38 Millionen Übernachtungen soll es in privaten Ferienwohnungen, bei Verwandten oder Freunden gegeben haben sowie 31 Millionen in Hotelbetrieben. Hinzu kommen 109 Millionen Tagesreisen, sodass sich rein statistisch gesehen jeden Tag rund 500.000 Gäste in Berlin aufhalten.

Dieser Positivtrend wird sich auch in Zukunft fortsetzen, wenn auch gemäßigt: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ist die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Pensionen immerhin schon um 1,8 Prozent gestiegen und liegt derzeit bei 14,7 Millionen Übernachtungen.

Über den großen Teich: Die Anzahl der internationalen Gäste steigt

Die Analyse zeigt außerdem, dass Berlin im In- und Ausland gleichermaßen als Reiseziel gefragt ist. Während die Besucherzahlen aus Dänemark, den Niederlanden und Italien seit Januar zurückgingen, kamen mehr Besucher aus den Ländern Frankreich und Großbritannien. Auch Touristen aus weiter Ferne finden ihren Weg in die deutsche Hauptstadt: Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus den USA stieg um 8,7 Prozent, aus China sogar um 17,3 Prozent. Alles in allem kamen 44 Prozent der Berlin-Besucher aus dem Ausland, 56 Prozent aus Deutschland.

Ebenfalls positive Bilanz kann die Berliner Kongressbranche ziehen, lockt sie doch stetig mehr Kongressbesucher an die Spree. Auf Personen, die aus beruflichen Gründen in Berlin kamen, fallen 3,9 Millionen Übernachtungen, was einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit wurde ein Viertel aller Hotelübernachtungen von Kongressteilnehmern gebucht. Insgesamt kamen zwischen Januar und Juni 4,96 Millionen Kongress- und Fachbesucher in die Stadt (+1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), um 64.000 Veranstaltungen (+1,9 Prozent) zu besuchen.

Zug Berlin

Tourismus: zentraler Wirtschaftsfaktor für Berlin

Wie die Analyse von visitBerlin zeigt, besuchen nicht nur mehr Menschen die Spreemetropole, sondern sie sind auch bereit, immer mehr Geld auf ihrem Städtetrip auszugeben. Derzeit lässt im jeder Berlin-Besucher täglich im Schnitt 64,89 Euro in der Stadt. Bei Hotelgästen liegen die Tagesausgaben sogar bei 205,80 Euro, bei Gästen, die bei privaten Vermietern wohnen, bei 107,50 Euro.

Von der Spendierlaune der Urlaubs- und Geschäftsreisenden profitiert am stärksten das Gastgewerbe. 48 Prozent der Umsätze, also rund 5,6 Milliarden Euro, fließt in dieses Wirtschaftssegment. Auf den Einzelhandel entfallen 32,3 Prozent des Brutto-Umsatzes, 19,8 Prozent auf das Dienstleistungsgewerbe, zum Beispiel durch das Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel oder Eintrittsgebühren.

Wer kommt eigentlich nach Berlin?

Der Berlin-Tourismus liegt voll im Trend. Tausende Touristen aus aller Welt schlendern jeden Tag durch das Brandenburger Tor, besuchen das Deutsche Historische Museum und bewundern die Architektur der Hackeschen Höfe. Shopping-Liebhaber flanieren über die Friedrichstraße oder kleiden sich im KaDeWe neu ein, Nachtschwärmer besuchen die vielen Diskotheken in Kreuzberg oder Prenzlauer Berg. Aber wen genau zieht es eigentlich nach Berlin? Wer entscheidet sich lieber für eine Städtereise in die Hauptstadt als beispielsweise für einen Strandurlaub? Wer sind die Zielgruppen des hiesigen Gastgewerbes?

Dieser Frage ging das Tourismusportal visit.Berlin genauer nach und bat das Institut für Management und Touristik an der Fachhochschule Westküste in Heide damit herauszufinden, welchen Typ Tourist es nach Berlin lockt. Am Ende erhielten sie einen Steckbrief des typischen Berlin-Besuchers, mit seinen wichtigsten Merkmalen, Interessen und Bedürfnissen.

Mit der Vespa durch Berlin

Der typische Berlin-Tourist sucht Abstand vom Alltag

Um den typischen Berlin-Touristen näher zu charakterisieren, hat die Fachhochschule 45.000 Deutsche in 20.000 Haushalten befragt: Wofür geben sie ihr Geld aus, wenn sie Berlin besuchen, welchen Aktivitäten gehen sie nach? Ist es die Currywurst in Kreuzberg, das verbliebene Stück Mauer an der Bernauer Straße oder die Flaniermeile „Unter den Linden“, der sich die Besucher am ehesten widmen? Das Ergebnis: Der Berlin-Tourismus profitiert in erster Linie von den gestressten Geschäftsleuten, den gelangweilten Bürostuhlakrobaten und den genervten Studenten in der Prüfungsphase. Mit 18 Prozent sind die „Alltagsflüchtlingen“ die größte Besuchergruppe Berlins. Das Nachtleben und die Einkaufsstraßen üben auf diese Gruppe eine besondere Anziehungskraft aus. Mittags shoppen am Kurfürstendamm oder auf der Schloßstraße und abends feiern in einer der zahlreichen Diskotheken – so lässt sich der Alltagsstress vor allem für junge Berlin-Touristen am besten vergessen.

Berlin-Tourismus: Kultur, Entspannung und Events

Auf Platz 2 finden sich die „Flexiblen Entdecker“ mit einem Marktanteil von 16 Prozent. Sie wollen in möglichst kurzer Zeit vom Reichstag bis zum Alexanderplatz alle Sehenswürdigkeiten Berlins bestaunen. Der „Kulturinteressierte“ mit seiner Vorliebe für Museen, Architektur und Überbleibsel der bewegten Berliner Geschichte rangiert mit 15 Prozent auf Platz 3. Er lässt auch das meiste Geld in der Hauptstadt.

Nicht mehr in die Top 3 geschafft hat es die Touristengruppe „Event-Liebhaber“, die Berlin wegen eines der vielen sportlichen, musikalischen oder künstlerisch wertvollen Events besucht. Sie macht nur zwölf Prozent aller Touristen aus – zum Vergleich: Im Durchschnitt besuchen 13 Prozent der Deutschland-Touristen eine Stadt wegen eben solcher Veranstaltungen. Elf Prozent aller Berlin-Touristen kommen ihrer Gesundheit wegen an die Spree: Bei einem der zahlreichen Wellnessangebote lassen sie die Seele einmal richtig baumeln.

Hotel Berlin

Deloitte-Studie 2016: Berlin-Tourismus boomt

Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, die Siegessäule, die Museumsinsel oder der Fernsehturm ziehen seit jeher eine Großzahl von Besuchern in die deutsche Hauptstadt. Berlin ist abwechslungsreich, hip und urig zugleich; ob es die Szenekneipe in Kreuzberg oder Neukölln ist oder eine der vielen Galerien in Mitte, jeder findet hier sein persönliches Unterhaltungsprogramm. Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass die Zahl der Übernachtungen jährlich immer weiter steigt. 2016 zeigt eine Studie von Deloitte, wie sich der Berlin-Trend im Jahr 2015 entwickelt hat und wagt eine Zukunftsprognose.

Der Touristen-Mix machtʼs

Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Übernachtungen in Berlin auf insgesamt 30 Millionen an und stieg damit stärker als erwartet, denn diese Zahl war erst für das Jahr 2020 prognostiziert worden. International positioniert sich Berlin auf der Liste der führenden Destinationen für Städtereisen auf Platz drei hinter London und Paris. Die meisten internationalen Touristen in Berlin kommen dabei aus Großbritannien (elf Prozent), den USA (acht Prozent) und Italien (sieben Prozent).

Berlin zieht aber nicht mehr nur Städtereisende, Businesstouristen oder Messe- und Kongressbesucher an. Seit Neuestem setzt der Senat verstärkt auf den Gesundheitstourismus und fördert aus diesem Grund das Projekt „Health Excellence – Medizinhauptstadt Berlin“ mit einer Million Euro. Berlin soll dadurch als Medizinstandort weiter etabliert werden. Ziel ist es, mehr ausländische Patienten von den Vorteilen einer Behandlung in der deutschen Hauptstadt zu überzeugen.

Berliner Individualismus spiegelt sich in der Hotellandschaft wider

Die steigenden Besucherzahlen führen auch dazu, dass mittlerweile fast alle großen Hotelkonzerne mit einem oder gleich mehreren Häusern in Berlin vertreten sind. Mit der IKEA-Marriott-Kooperation Moxy, dem Apartmenthotel Capri by Fraser oder dem Hard Rock Hotel wird es noch einige Neueröffnungen geben, die die Berliner Hotellandschaft erweitern. Besonders für eine Stadt, die aufgrund ihrer großen Start-up-Szene für Innovationen und Individualismus bekannt ist, gewinnen Konzepte in den Hotels Einzug, die dieses Lebensgefühl an die Gäste weitergeben. Daher finden sich inzwischen die unterschiedlichsten Angebote in Berlin. Vom Sternehotel über Design- und Urban-Lifestyle-Hotels bis hin zu Longstay-Unterkünften ist alles vertreten. Ein Ende des Tourismus-Booms ist weiterhin nicht in Sicht. Berlin wird sich auch in Zukunft einer wachsenden Beliebtheit erfreuen und Touristen aus dem In- und Ausland in seinen Bann ziehen.

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