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Frauen vs. Männer: Wer tickt wie beim Immobilienkauf?

28. 07. 2017 | Jürgen Kriegisch | News

Immobilienkauf Mann Frau

© Sangoiri - Shutterstock

Nicht selten entscheiden sich Mann und Frau gemeinsam für den Kauf einer Immobilie. Dass dabei je nach Geschlecht ganz unterschiedliche Gedanken, Wünsche und Erwartungen eine Rolle spielen, zeigt eine Studie von Interhyp und ImmobilienScout24. In ihrem jüngst veröffentlichten „Immobilienbarometer“ legen sie unter anderem dar, dass Männer einem Immobilienkauf grundsätzlich optimistischer gegenüberstehen als Frauen. Während Männer zudem finanzielle Gründe für einen Kauf ins Feld führen, überwiegen bei Frauen emotionale Gründe.

Frauen und Männer bewerten Krisensicherheit von Immobilien unterschiedlich

ImmobilienScout24 und Interhyp befragten rund 2.500 Kaufinteressenten nach den Motiven für einen Immobilienkauf. Bei der Analyse der Ergebnisse kamen geschlechterspezifische Unterschiede ans Licht. So gaben 24 Prozent der Männer an, dass sie eine Immobilie kaufen wollen, weil dies in ihren Augen eine krisensichere Investition darstelle. Frauen hingegen stehen dem potenziellen Immobilienkauf im Vergleich sehr viel skeptischer gegenüber: Nur 15 Prozent von ihnen glauben, dass Immobilien krisensicher seien.

Ebenfalls bemerkenswert ist die unterschiedliche Bewertung der aktuellen Zinskonditionen für Immobilienkredite. 40 Prozent der männlichen Kaufinteressenten wollen den Niedrigzins für sich ausnutzen und deshalb eine Immobilie kaufen. Von den weiblichen Kaufinteressenten ziehen nur 32 Prozent aufgrund der niedrigen Zinsen jetzt einen Immobilienkauf in Erwägung.

Kaufentscheidung Eigentumswohnung

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Kaufgrund Nummer 1: Immobilie als Altersvorsorge

In einer Hinsicht sind sich Männer und Frauen jedoch einig: Eine Immobilie zu kaufen ist die beste Art, für das Alter vorzusorgen. Bei der Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Befragten (Frauen 57 Prozent, Männer: 56 Prozent) die Altersvorsorge als Kaufmotivation für Immobilien an.

Offensichtlich ist hingegen der Wunsch, nicht länger zur Miete wohnen zu müssen, typisch weiblich. 45 Prozent der Frauen möchten mit Wohneigentum den leidigen Mietzahlungen entgehen (Männer: 38 Prozent). Zudem gaben 38 Prozent der weiblichen Kaufinteressenten an, dass sie mit einer Eigentumswohnung endlich unabhängig vom Vermieter sein wollen. Bei den Männern waren es lediglich 31 Prozent.

Immowelt-Studie zeigt ebenfalls geschlechterspezifische Gründe für Immobilienkauf

Emotion schlägt Kalkül – so könnte man das Ergebnis der Studie „Wohnen und Leben 2013“ des Immobilienportals Immowelt interpretieren. Das Ergebnis: Der Traum vom Eigenheim schlägt sogar rationale Argumente wie Altersvorsorge und finanzielle Sicherheit. Ein weiteres interessantes Ergebnis: Welche Gründe letztendlich für den Immobilienkauf angeführt werden, hängt sehr davon ab, wen man befragt. Offenbar denken Frauen bei der Entscheidung für die eigenen vier Wände an andere Vorteile als Männer.

Frauen wollen Unabhängigkeit vom Vermieter, Männer ihre Ersparnisse sichern

Männer Frauen Emotionen

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Dem Vermieter jeden Monat Geld für die Wohnung zu überweisen, empfinden Frauen deutlich unangenehmer als Männer. Fast ein Drittel der befragten Frauen wollen die Miete lieber einsparen und stattdessen in ein Eigenheim investieren. Nicht mal ein Viertel der Männer gab dies an. Umgekehrt haben die Männer laut Umfrage größere Angst um ihr Erspartes: 17 Prozent der Männer würden eine Wohnung kaufen, um der Inflation zu entgehen. Nur etwa halb so viele Frauen bewegt diese Gefahr zum Kauf einer Immobilie.

Ähnlich denken Männer und Frauen hingegen beim Faktor Risiko. Acht Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer gaben an, ein Eigenheim erwerben zu wollen, weil sie ihr Geld nicht an der Börse anlegen wollten, da dies zu riskant sei. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Kapitalanlagen: Die Immobilie kann sofort genutzt werden und liegt nicht auf einer Bank. 14 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen meinten, sie würden eine Immobilie erwerben, weil sie die einzige Kapitalanlage sei, die sie sofort nutzen könnten.

10 typische Männer- und Frauenfragen beim Immobilienkauf

Männer verbringen ganze Tage auf der Couch, trinken Bier und gucken Fußball. Frauen kaufen gerne ein, benötigen deshalb einen großen Kleiderschrank und verbringen täglich mehrere Stunden im Bad. Solche überzogenen Vorurteile über die Unterschiede der Geschlechter werden häufig karikiert und füllen ganze Bücher.

Auch Immobiliendienstleister PlanetHome fand heraus, dass Frauen und Männer beim Immobilienerwerb unterschiedlich denken. Das Unternehmen hat jeweils fünf typische Fragen von Männern und Frauen zusammengetragen, wie sie Immobilienmaklern bei der Wohnungsbesichtigung regelmäßig gestellt werden:

Fünf typische Männerfragen:

1. Wie sieht es aus mit der Verfügbarkeit von Kabel, DSL und den Übertragungsgeschwindigkeiten?

2. Mit Blick auf die Energieeffizienz: Welche Dämmung und Baustoffe wurden verwendet?

3. Sind die Fenster zweifach oder dreifach verglast?

4. Muss man hier mit Hochwasser oder sonstigen Naturkatastrophen rechnen?

5. Wie viele Minuten sind es bis zur nächsten Autobahnanschlussstelle?

Fünf typische Frauenfragen:

1. Wo können wir Waschmaschine und Trockner aufstellen und anschließen?

2. Welche Fußbodenpflege können Sie empfehlen?

3. Wie breit ist bitte der Tiefgaragenplatz?

4. Wie viel Platz bietet eigentlich der Keller?

5. Befindet sich an den Duscharmaturen eine Handbrause?

Natürlich gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel – nicht jeder Mann interessiert sich für eine schnelle Internetverbindung und nicht jede Frau wird sich beim Besichtigungstermin nach der Fußbodenpflege erkundigen. Es zeigt sich jedoch, dass Paare, die gemeinsam eine Immobilie kaufen möchten, durchaus unterschiedliche Anforderungen und Wünsche an die diese stellen. Sie sollten sich deshalb frühzeitig mit dem Immobilienwunsch beschäftigen und ihn gemeinsam diskutieren.

Wichtig ist dabei, dass die Wünsche beider Partner in die Immobiliensuche einbezogen werden, damit am Ende jeder mit der Wohnung zufrieden ist. PlanetHome warnt: „Wer beim Immobilienkauf grundlegende Wünsche des Partners ignoriert, riskiert von Anfang an Grundsatzdiskussionen über das Objekt, die nicht nur immer wieder zu Tage treten, sondern die Lebensqualität nachhaltig mindern können.“

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