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Leben im Szenekiez: Berlin-Kreuzberg

04. 05. 2012 | Jürgen Kriegisch | Tipps & Tricks


„Kreuzberger Nächte sind lang“ sangen die Gebrüder Blattschuss bereits 1978. Damals war die östliche Hälfte des Stadtteils von drei Seiten „eingemauert“ und entwickelte sich in ihrer Abgeschiedenheit zum Biotop fremder Kulturen und zum Experimentierfeld der alternativen und der Kunstszene. Seit dem Fall der Mauer wurde aus der Rand- allerdings eine Zentrumslage – und seitdem sind die Kreuzberger Nächte tendenziell noch länger geworden.

© LiveAndStereo - Fotolia.com

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Der wohl quirligste Stadtteil Berlins ist beliebt für seine Kneipen, Bars, Clubs und Straßenfeste. Legendär sind die alljährlichen Feierlichkeiten zum 1. Mai sowie der Karneval der Kulturen der Welt. Multikulti ist in Kreuzberg kein Modewort, sondern seit Jahrzehnten gelebte Realität. Obwohl es in Kreuzberg durchaus gutbürgerliche und sehr gediegene Wohnviertel gibt – etwa entlang des Paul-Lincke-Ufers am Landwehrkanal oder auch im etwas weiter westlich gelegenen Bergmannkiez – ist die Kreuzberger Bevölkerung nach wie vor bunt gemischt. Gerade die friedfertige Nähe völlig gegensätzlicher Lebensentwürfe und Gepflogenheiten ist es, die Kreuzbergs einzigartigen Charme ausmacht.

Benannt ist der Stadtteil nach einer 66 Meter hohen Anhöhe im Süden, die ein Park umgibt. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick über Berlin. Im Norden Kreuzbergs, in unmittelbarer Nähe zur historischen Stadtmitte, verläuft die Rudi-Dutschke-Straße. 1968 – damals trug sie noch den Namen Kochstraße – war sie einer der Hauptschauplätze der Studentenrevolte. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Axel-Springer-Presse, die hier noch heute ihre Konzernzentrale hat. Axel Springer wiederum, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, errichtete seinen Firmensitz nicht ohne Grund an dieser Stelle. 1959, als niemand an eine baldige Wiedervereinigung Deutschlands glaubte, setzte er ein deutliches Zeichen: Er legte den Grundstein für sein Medienimperium direkt an der Ostberliner Grenze. Rund um das Axel-Springer-Haus haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Galerien angesiedelt. Für viele Kunstfreunde ist die Gegend mittlerweile verheißungsvoller als Berlin-Mitte.

Einen ersten Überblick über Kreuzberg kann man sich durch eine Fahrt mit der U-Bahnlinie 1 verschaffen. Denn vom U-Bahnhof Warschauer Straße aus durchquert die Linie den gesamten Stadtteil von Ost nach West. Und zwar komplett überirdisch, bevor sie in Schöneberg unter die Erde abtaucht. Birger Heymann und die Rockband „No ticket“ wurden durch die U-Bahn 1986 zu dem Musical „Linie 1“ inspiriert, das zwei Jahre später erfolgreich verfilmt wurde. Welche Bahnstrecke kann Vergleichbares von sich behaupten?

Wer sich für eine Eigentumswohnung in Kreuzberg interessiert, sollte früh aufstehen. Der Stadtteil gehört zu den begehrtesten Lagen Berlins. Im aktuellen Wohnmarktreport von GSW und CBRE zeigt sich: Die Preise haben deutlich angezogen. Mit 8,02 Euro war der Mittelwert der Mieten im Verwaltungsbezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Jahr 2011 zum ersten Mal der höchste der Stadt.

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