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Keine Immobilienblase trotz steigender Preise für Wohneigentum

25. 11. 2016 | Jürgen Kriegisch | News

Immobilienmarkt Deutschland

© MIM - Fotolia

Was bereits im Jahr 2010 begonnen hat, schreitet auch in diesem Jahr weiter voran: Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter an. Der durchschnittliche Preis für Bestandswohnungen im Mittelpreissegment hat sich seit 2015 um 6% erhöht. Besonders stark sind vom massiven Preisanstieg vor allem deutsche Metropolen betroffen. Dies lässt sich dem derzeitigen IVD-Preisspiegel für Wohneigentum entnehmen, der die Entwicklung der Wohneigentumsmärkte in 370 deutschen Städten erfasst.

Was der Grund für die anhaltende Preissteigerung ist, wie es mit der Erschwinglichkeit von Wohneigentum steht und warum in Deutschland derzeit keine Gefahr einer Immobilienpreisblase herrscht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Hauptgrund für Preisanstieg: Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage

Laut dem Präsidenten des Immobilienverband Deutschland (IVD), Jürgen Michael Schick, liegt der Hauptgrund für den fortschreitenden Preisanstieg in der großen Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Immer mehr Menschen ziehen in deutsche Großstädte. Und obwohl sich die Bauaktivität auf deutschem Boden in ihrer Gesamtheit erhöht hat, ist die Nachfrage nach Wohneigentum dennoch bedeutend größer. Die Tatsache, dass die Politik erst sehr spät auf die Knappheit von Wohnraum reagiert hat, führte letztlich zu massiven Preiserhöhungen. Eine politische Hauptaufgabe müsste demzufolge darin liegen, den Bau von Wohneigentum weiter anzukurbeln.

Ein weiterer Grund für die Preiserhöhung resultiert aus dem Zusammenspiel der günstigen Zinslage durch die Europäische Zentralbank (EZB) und der hohen Liquidität am Markt. Immer mehr Menschen sehen in Immobilien derzeit die beste Anlagemöglichkeit.

Preisanstieg betrifft vor allem deutsche Großstädte

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Preis für Bestandsimmobilien mit mittlerem Wohnwert in 14 deutschen Großstädten um rund 9% erhöht. Bei Immobilien mit gutem Wohnwert lag die Erhöhung sogar bei 12%. Auch in kleineren Städten (bis 500.000 Einwohner) ist die Nachfrage nach Wohneigentum stark gestiegen. Hier haben sich die Preise dieses Jahr ebenfalls um 9% erhöht, wohingegen 2015 eine Preissteigerung von gerade einmal 5,5% erfolgte.

Immobilienmarkt Berlin

© beermedia - Fotolia

Nachfrage am Berliner Immobilienmarkt bleibt ungebremst 

Angesichts des anhaltenden Mangels an Wohnraum in den deutschen Großstädten ist der Trend zur Immobilienanlage kaum verwunderlich. Die Preise für Wohnungen kannten in den vergangenen Jahren auch in der Hauptstadt nur noch eine Richtung: nach oben. In den einfachen Lagen sind Bestands-Eigentumswohnungen in Berlin im Durchschnitt um 34 % auf 2.350 Euro/qm angewachsen (Stand 2014). Dies stellt im Vergleich zu den Vorjahren eine überdurchschnittliche Zunahme dar. Bis zum Jahr 2018 prognostiziert bulwiengesa für Berlin einen weiteren Anstieg der Durchschnittskaufpreise um 10,7%.  15% des gesamten Transaktionsvolumens auf dem deutschen Immobilienmarkt konnte die Hauptstadt für sich verbuchen.    Und obwohl die deutsche Hauptstadt im In- und Ausland immer mehr an Beliebtheit gewinnt, liegt die aktuelle (Deutschland gesamt 46%).

Höchste Durchschnittspreise für Bestandsimmobilien in München

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten oder Metropolen wie London, Paris und New York, ist Berliner Wohneigentum allerdings noch preiswert. Unter den zehn größten Metropolen in Deutschland wurden die größten Preissprünge bei Bestandsimmobilien mit mittlerem Wohnwert laut IVD in Frankfurt verzeichnet. Hier haben sich die Preise um rund 19% auf 2.200€ pro Quadratmeter erhöht. Der höchste Durchschnittspreis für Wohneigentum im Bestand wurde hingegen in München festgehalten. Hier gab es eine Preissteigerung von knapp 8%. Das entspricht derzeit einem Preis von 4.200€ pro Quadratmeter für Bestandsimmobilien mit einem mittleren Wohnwert.

Erschwinglichkeit Wohneigentum

© Singkham-Shutterstock

Wohneigentum derzeit so erschwinglich wie nie

Trotz anhaltender Preiserhöhungen erreicht die Erschwinglichkeit von Wohneigentum ein historisches Rekordhoch wie aus dem Erschwinglichkeitsindex des IVD hervorgeht. Dieser setzt sich aus den Immobilienpreisen, Löhnen und dem derzeitigen Zinsniveau zusammen und gibt preis  , inwieweit ein Haushalt sich den Kauf einer Immobilie leisten kann. Der diesjährige Indexwert lag bei 143, was der bis dato höchste gemessene Wert ist. Noch vor 10 Jahren belief sich die Zahl auf einen Wert von 100. Grund für das Rekordhoch in diesem Jahr sind die steigenden Löhne und die historisch niedrigen Zinsen.

Keine Immobilienpreisblase: Deutschland ist noch im grünen Bereich 

Eine Untersuchung von „Fokus Wohnimmobilien: Deutschland im internationalen Vergleich“, die auf der 29. Herbsttagung der FERI EuroRating Services vorgestellt wurde, sagt aus, dass es in Deutschland keine Bedenken bezüglich einer Immobilienpreisblase gibt. Es wurde bereits eine Vielzahl von Mitteln eingeleitet, um sicherzustellen, dass die Bundesrepublik finanziell stabil dasteht. Hierzu zählt unter anderem die Realisierung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die für rechtliche Sicherheit bei der Vergabe von Krediten sorgen soll. Allerdings ist fraglich, ob eine solche Verschärfung überhaupt erforderlich ist. Denn auch die Bundesbank bestätigt, dass die Bundesrepublik derzeit keineswegs vor der Gefahr einer Immobilienblase steht. Laut Vorstandsmitglied Claudia Buch gibt es „keine klaren Anzeichen für eine exzessive Kreditvergabe oder Abschwächung“ der Standards für die Zusage von Kreditanträgen.  Auch die jüngste Aussage von Maas „es dürfe nicht sein, dass gerade ältere Verbraucher wegen dieser EU-Richtlinie eventuell nur noch schwer ein Darlehen bekämen“ stellt die Sinnhaftigkeit der neuen Kreditrichtlinie in Frage. In dem Format ist diese nämlich nicht nur diskriminierend, sondern auch verfassungswidrig.

Anstatt in einer Zeit, in der der Immobilienboom anhält, strikte Reglementierungen einzuführen, sollte viel mehr auf die Einführung von Frühindikatoren gesetzt werden. Zumindest, solange der Verdacht einer Immobilienpreisblase nicht schwarz auf weiß bestätigt wurde.

Wie stehen Sie zum fortschreitenden Preisanstieg deutscher Immobilienpreise? Sind Sie der Meinung, dass Deutschland eine Immobilienblase droht? Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

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