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Berliner Mietspiegel 2017: Was Sie wissen müssen und wer am meisten profitiert

22. 05. 2017 | Jürgen Kriegisch | Berlin, News

Berliner Mietspiegel 2017

© Evlakhov Valeriy – Shutterstock

Zwischen 2015 und 2017 ist der Mietpreis für Wohnungen in Berlin fast dreimal so stark gestiegen wie in den Jahren zuvor. Dies geht aus dem neuen Berliner Mietspiegel 2017 hervor, der am 19. Mai von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Gute Nachrichten für Immobilieneigentümer, die ihre Wohnungen vermietet haben: Sie können nun auf Grundlage des neuen Mietspiegels die Mieten entsprechend erhöhen. Dem Mietspiegel zufolge sind die Mieten seit 2015 im Schnitt um 9,2 Prozent nach oben geklettert, im vorangegangen Beobachtungszeitraum lediglich um 2,7 Prozent.

Ein Plus von 13 Prozent in guten Lagen

Über eine besonders starke Dynamik der Mieten dürfen sich Eigentümer von Wohnungen in guten Lagen wie Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte freuen. Dort stiegen sie um 13 Prozent auf 7,41 Euro pro Quadratmeter. Berlinweit liegt die aktuelle Nettokaltmiete im Schnitt bei 6,39 Euro pro Quadratmeter. Mieter zahlen somit pro Monat und Quadratmeter 55 Cent mehr als vor zwei Jahren.

Der Mietspiegel wird alle zwei Jahre durch die Arbeitsgruppe Mietspiegel unter Vorsitz der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erstellt und gilt für knapp 1,4 Millionen nicht preisgebundene Wohnungen. Anders als zum Beispiel beim Wohnmarktreport von der Berlin Hyp und CBRE werden für den amtlichen Mietspiegel Bestandsmieten und nicht die Angebotsmieten herangezogen.

Immobilienmarkt Berlin

© Ingo Wiederoder – Fotolia

Altbauwohnungen deutlich teurer

Freuen dürfen sich auch Eigentümer von Altbauwohnungen aus der Gründerzeit. Sie machen etwa ein Drittel des gesamten Berliner Wohnungsbestandes aus und sind bei vielen Mietern aufgrund ihrer hohen Decken und Stuckverzierungen beliebt.Die hohe Nachfrage hat die durchschnittliche Nettokaltmiete für Wohnungen, die bis 1918 bezugsfertig waren, massiv erhöht.

Im Schnitt lag das Wachstum bei jährlich 6,3 Prozent, in einfachen Wohnlagen wie Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg oder Pankow sogar bei durchschnittlich 9,3 Prozent. Während für den Quadratmeter hier im Jahr 2015 noch 5,86 Euro aufgerufen wurde, sind es inzwischen 6,42 Euro. In mittleren Wohnlagen zahlen Mieter für Gründerzeit-Wohnungen ab 90 Quadratmetern im Schnitt 16,4 Prozent mehr als vor zwei Jahren.

Neubauwohnungen ebenfalls gestiegen

Bei Neubauwohnungen sind die absoluten Mieten am höchsten. Im Schnitt sind es 10,20 Euro pro Quadratmeter. Der Grund: Während zum Beispiel bei Altbauwohnungen Mietverträge einbezogen werden, die mehrere Jahrzehnte alt sind, handelt es sich bei Neubauwohnungen um Verträge, die höchstens 13 Jahre, aber in der Regel deutlich jünger sind. Bei diesen Verträgen sind die Mieten natürlich deutlich höher. Insgesamt ist der Mietpreis für Wohnungen, die zwischen 2003 und 2015 bezugsfertig wurden, um 8,7 Prozent stiegen.

Besonders tief in die Tasche greifen müssen Singles: Kleine Neubauwohnungen in mittlerer Lage mit Sammelheizung, Bad, innenliegendem WC und einer Wohnfläche von weniger als 40 Quadratmetern verzeichnen mit 14,19 Euro pro Quadratmeter die höchste Nettokaltmiete im neuen Mietspiegel. Aber auch Familien mit Kindern, die nach einer Neubauwohnung suchen, müssen hohe Wohnkosten in Kauf nehmen: Große Wohnungen mit mindestens 90 Quadratmetern kosten in einfacher Lage rund 10,70 Euro pro Quadratmeter.

Berliner Wohnungspolitik

© Billion Photos – Shutterstock

Berliner Wohnungspolitik fruchtet nicht

Stadtentwicklungssenatorin Lompscher macht für die deutlich gestiegenen Mieten zwei Ursachen aus: Die anhaltende Attraktivität Berlins, die Wohnungsknappheit zur Folge hat, sowie die immer noch begrenzten Möglichkeiten, Mietpreise regulieren zu können. Dabei scheint der Berliner Senat angesichts neuer Kappungsgrenzen, Ausweitung von Milieuschutzgebieten, erhöhter Neubauaktivität und Mietpreisbremse zumindest auf den ersten Blick alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Doch Erfolge lassen nicht nur auf sich warten, im Fall der Mietpreisbremse entpuppen sich die Regulierungsinstrumente sogar als Beschleuniger für Mietwachstum. So beobachteten Experten, dass Wohnungseigentümer insbesondere in der Zeit vor Einführung der Mietpreisbremse die Mieten kräftig erhöhten.

Alle Hoffnung scheint jetzt im Neubau zu liegen. Sowohl vonseiten SPD als auch FDP ließen Sprecher verlauten, dass der Mietanstieg aufgrund von Wohnungsmangel nur durch kontinuierliches Bauen gestoppt werden kann. Bei der FDP wurde zudem die Kritik laut, der Berliner Senat würde mit überzogenen Auflagen private Investoren vergraulen. Die FDP fordert daher einen „Mieten-TÜV“, um im Vorfeld prüfen zu können, wie sich neue Vorschriften auf die Baukosten auswirken.

Mit Wohneigentum steigenden Mieten in Berlin entkommen

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