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Berliner Mieten: Aufwärtstrend setzt sich fort

21. 11. 2014 | Jürgen Kriegisch | Berlin, News

Immobilienreport-Immoscout24-2014Die Wohnungsmieten in Deutschland entwickeln sich sehr unterschiedlich. In einigen Städten – wie in Berlin – steigen die Mieten überproportional. Andernorts scheint die Schmerzgrenze bei den Mietern inzwischen erreicht zu sein, während die Mieten in strukturschwachen Regionen auf niedrigem Niveau stagnieren. Dies ermittelte das Online-Portal ImmobilienScout24 in seiner Studie „Immobilienreport 2014“.

Mietanstieg von mehr als 30 Prozent in Berlin

In Gesamtdeutschland sind die Neuvertragsmieten in den vergangenen fünf Jahren im Mittel um rund 15 Prozent gestiegen. Die teuerste Stadt bleibt nach wie vor München, wo bei einer Neuanmietung durchschnittlich 13 Euro pro Quadratmeter fällig werden. Am stärksten stiegen die Mieten in den vergangenen fünf Jahren jedoch in Wolfsburg mit mehr als 40 Prozent, danach folgen Berlin mit 30,8 Prozent, Ingolstadt mit 28,9 Prozent, Kassel mit 28,8 Prozent und Göttingen mit 27,7 Prozent. Das Mietniveau für Neuvermietungen liegt in diesen Städten bei durchschnittlich acht Euro je Quadratmeter. Dabei sind in die Mietpreise Kassel mit 6,72 Euro pro Quadratmeter am günstigsten. Am tiefsten müssen Neumieter in Ingolstadt in die Tasche greifen: Hier werden durchschnittlich 8,77 Euro pro Quadratmeter verlangt. Berlin liegt mit 7,70 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld der Städte mit dem stärksten Mietanstieg.

Berliner Skyline

© flashpics - Fotolia.com

Berliner Mieten umfassen eine enorme Preisspanne

Auch wenn die Durchschnittsmiete in Berlin bei 7,70 Euro liegt – die Spanne der Mieten könnte kaum größer sein. Am teuersten ist der Bezirk Grunewald mit elf Euro pro Quadratmeter, am günstigen wohnt es sich derzeit für 5,25 Euro in Wartenberg im Bezirk Lichtenberg – also für weniger als die Hälfte. Bei der Entwicklung der Mieten legen vor allem die innerstädtischen Bezirke zu: Spitzenreiter ist Neukölln mit einem überdurchschnittlichen Mietanstieg von 54,5 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Es folgen Kreuzberg und Treptow mit 44 Prozent sowie Friedrichshain mit 42,2 Prozent.

Auch in den kommenden Jahren werden die Neuvertragsmieten in der Hauptstadt voraussichtlich weitersteigen. So ergibt die aktuelle Prognose einen fast fünfprozentigen Anstieg im Jahr 2015. „Berlin ist für viele Menschen aus dem In- und Ausland hoch attraktiv. Dem starken Zuzug steht ein stagnierendes Angebot an Mietobjekten gegenüber. Das führt zu enormen Preisdruck“, erklärt Michael Kiefer, Chefanalyst bei ImmobilienScout24.

Aufwärtstrend

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Wo die Mieten moderat steigen werden

In anderen Städten werden der Studie zufolge die Mieten moderater steigen. So wird für Hamburg oder Köln für das Jahr 2015 lediglich mit einem Anstieg von 1,5 Prozent beziehungsweise 1,62 Prozent zu rechnen sein. In einigen Großstädten scheinen sich die Mieten derzeit auf einen Wert um neun Euro pro Quadratmeter eingependelt zu haben, so etwa in Hamburg mit 9,27 Euro, Wiesbaden mit 9,21 Euro, Köln mit 8,72 Euro oder Heidelberg mit 9,51 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt werden sich in diesen Städten die teilweise hohen Preissteigerungen der vergangenen Jahre nicht fortsetzen. Gründe dafür liegen zum einen im bereits sehr hohen Preisniveau: Die Mieter sind kaum noch bereit, derart horrende Summen zu zahlen. Zum anderen wächst in diesen Städten die Bevölkerung nicht so schnell wie beispielsweise in Berlin.

Berliner Altbaufassade

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Im Ruhrgebiet stagnieren die Mieten

Demgegenüber stehen die Großstädte, in denen der Mietpreisanstieg nicht einmal den Inflationswert erreicht. Das betrifft vor allem das Ruhrgebiet: So sind beispielsweise in Wuppertal, Hagen und Remscheid die Angebotsmieten in den vergangenen fünf Jahren nur um rund vier Prozent gestiegen. Im Segment der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern gehört Chemnitz zu den Standorten mit schwachem Mietwachstum. Mit einem Anstieg von lediglich 5,1 Prozent in den vergangenen fünf Jahren liegen die Mieten hier derzeit bei durchschnittlich 5,05 Euro je Quadratmeter. Damit gehört Chemnitz zu den günstigen Großstädten Deutschlands. Die Preisspanne zwischen der deutschen Stadt mit den günstigsten und der mit den teuersten Mieten beträgt damit knapp acht Euro.

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